Augenlaser Erfahrungsbericht von Christina:

Meine Laser-OP war am 10.10.2017. Ich schreibe absichtlich erst etwas später eine Bewertung, weil ich objektiv darüber berichten wollte. :)

Ich möchte meine persönliche Erfahrung schildern und vielleicht auch denjenigen Mut machen, bei denen am Anfang nicht alles tip top ist.
Nachdem ich meine Kontaktlinsen nicht mehr so gut vertragen habe und ich mit einer Brille überhaupt nicht zurecht komme, habe ich mich nach langem Überlegen für diesen Eingriff entschieden. Ich war kurzsichtig mit -3,75 und -3,5.
Ich habe mir schon ein paar Monate davor diesen Laser-Termin via E-Mail vereinbart. Es wurden mir damals alle verfügbaren Termine geschickt und ich habe mir davon einen ausgesucht.
Dann kam der lang ersehnte Tag. Meine Anreise war nicht sehr lange – 40 min. mit dem Auto.
Die Aufnahme war sehr freundlich und es wurde perfekt Deutsch gesprochen. Am Vormittag liefen dann einige Untersuchungen (Sehtest, Augendruck etc.) und es wurde festgestellt, ob man für den Eingriff “geeignet” ist. Dann wurde der Eingriff nochmals genauestens erklärt und man konnte sich entscheiden, ob man den Eingriff gleich (am Nachmittag) machen lassen möchte, oder erneut ein Termin vereinbart wird.
Vor dem Eingriff so ca. zu Mittag bekam man Subway Sandwiches und Cookies. Getränke und Obst waren zu jeder Zeit auch für die Begleitung zur freien Entnahme.
Wir gingen dann nochmals vor die Türe um etwas frische Luft zu schnappen, und dann ging es auch schon los.
Der Eingriff des Laserns selbst dauerte nur einige Sekunden – ich habe hier überhaupt nichts gespürt, alleine der Geruch der verbrannten Hornhaut war unangenehm. Das Aufspreizen des Auges macht einen natürlich etwas nervös, aber eine nette Dame hat auf mich beruhigend eingesprochen, während die Ärztin das Lasern durchgeführt hat.
Nach 10 Min. war alles vorbei – man bekommt die Schutzlinsen rein und soll die Augen eine Weile geschlossen halten. Sonnenbrille auf und schon ging es ins Hotel (in meinem Fall das Austria Trend Hotel – super schönes Zimmer und Frühstück war auch toll und preiswert). Die verschiedenen Tropfen und Gel etc. für die Nachbehandlung bekam man von der Klinik natürlich mit.
Am besten die Augen für die nächsten Stunden auch noch geschlossen halten und sich einfach ausruhen. Am Abend gingen wir dann spazieren und etwas essen. Es war mir unmöglich die Speisekarte zu lesen! Oder Nachrichten am Handy zu lesen. Ich konnte nichts entziffern.
Am nächsten Morgen war es schon besser. Wir wurden nach dem Frühstück dann wieder vom netten Shuttle-Service der Klinik abgeholt für die Nachkontrolle. Diese verlief bei mir gut – ich hatte auf beiden Augen schon eine Sehleistung von 80 %.
Die Problemchen gingen bei mir erst nach dem Entfernen der Schutzlinse los. Die Schutzlinse konnte ich beidseitig ohne Probleme selbst entfernen. Jedoch dürfte sich eine Faser in mein linkes Auge geschlichen haben und es kratzte und tränte wie verrückt. Kaum auszuhalten. Ich habe bei der Hotline-Nummer (24 Stunden erreichbar), die uns von der Klinik gegeben wurde, angerufen. Man hat mich beruhigt und gemeint ob ich denn nochmals kommen könnte, um einen Blick drauf zu werfen. Nachdem meine Anreise ja Gott sei Dank nicht allzu lange dauert, bin ich also wieder hin gefahren.
Ich hatte tatsächlich eine kleine Faser in meinem Linken Auge. Durch das viele Tränen und Kratzen etc. hatte sich meine Sehkraft auf Grund der Reizung beim linken Augen von 80 % auf 40 % (!!) verschlechtert. Das war am 17.10.. Beim rechten Auge hatte ich von Anfang an keine Probleme und alles lief wie gewünscht.
An Arbeiten oder Autofahren war allerdings nicht zu denken, da ich eben links nur verschwommen sah.
Es ließ mir einfach keine Ruhe und somit bin ich nach 2 Wochen nochmals in die Klink gefahren. Man hat mich wieder sehr respektvoll und verständnisvoll behandelt und mir nochmals zugesichert ich muss einfach Geduld haben und darf mich nicht unter Druck setzen. Beide Augen seien ok nur eben das linke noch nicht so gut wie das rechte. Also versuchte ich mein Bestes und übte mich in Geduld – keine leichte Sache für mich.
Nach 3 Wochen ging ich wieder arbeiten um den Alltag einkehren zu lassen. Meine Sehkraft reichte mittlerweile fürs Autofahren aus, da das rechte Auge das linke ausglich. Mein linkes Auge war noch immer nicht gleich gut wie das rechte aber es wurde etwas besser. Langsam aber doch. Es konnte sich auch nicht selbst befeuchten wie das rechte, also musste ich immer viel eintropfen und auch das Gel öfter am Tag benutzen.
Ich stellte die Schrift auf meinem Bildschirm in der Firma riesig groß, und los ging es. ;)
Ich würde sagen so ab Mitte November also nach ca. 4 Wochen wurde es von Woche zu Woche deutlich besser. Auch die Befeuchtung verlief nun wieder wie vor dem Eingriff ohne Probleme.

Ende Jänner war ich nun bei meinem Augenarzt hier vor Ort und der hat mir bestätigt, dass der Eingriff bestens durchgeführt wurde und meine Sehkraft auch top ist. Das linke Auge ist noch um eine Spur schlechter als das rechte (für mich kaum merkbar), aber auch das wird sich noch im Laufe der Zeit geben – der Heilungsprozess ist ja noch nicht abgeschlossen.

Bitte habt Vertrauen und Mut und vor allem GEDULD – es wird gut!
Ich würde den Eingriff jederzeit wieder machen und kann die Klinik nur jedem weiter empfehlen!!! Preis-Leistungsverhältnis ist einfach unschlagbar.
DANKE für eine neue Art von Lebensqualität!!!